nach einer erfolgreichen Operation.. Copyright: ©Ärzte für Madagaskar e.V.
Wir haben durch das Projekt die Möglichkeit, die medizinische Versorgung für viele Bewohner dieser Region langfristig zu verbessern.
und Jennifer Austin vom Kölner Team.. Copyright: ©MedizinFotoKöln
Jeder sollte doch die Sonne sehen können.
auch in der deutschen Klinik aus.. Copyright: ©GIZ/Klinikpartnerschaften
Mit den Kollegen in Bolivien wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, die Chagas-Krankheit gezielt zu bekämpfen.

Unser Ziel

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

Nachhaltigkeitsziel 3 der Globalen Agenda

Wir wollen zur Erfüllung der Globalen Agenda 2030 beitragen, indem wir durch partnerschaftlichen Austausch auf Augenhöhe Gesundheitsdienste in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verbessern.

und ihre Kollegin Dr. Carolin Meinus.. Copyright: ©GIZ/Steph Ketelhut

Große Fortschritte

In den meisten Ländern der Welt wurden die gesundheitliche Lage und der Zugang zu Gesundheitsversorgung in den letzten Jahrzehnten bereits wesentlich verbessert. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Menschen ist auf über 70 Jahre angestiegen. Die Kindersterblichkeitsrate konnte innerhalb der letzten 25 Jahre um 50 % gesenkt werden.

Patient im Zomba Central Hospital Malawi wartet auf seine OP. Copyright: ©GIZ/Nyokabi Kahura

Bestehende Herausforderungen

Viele Menschen – 400 Millionen weltweit – haben weiterhin keinen Zugang zu essentieller Gesundheitsversorgung. Vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen können die Gesundheitssysteme oft keine bedarfsgerechte Versorgung gewährleisten. Weltweit fehlen mehr als 17 Millionen Ärzte, Krankenschwestern, und Hebammen.

Das Gesundheitspersonal ist oft überlastet und nicht ausreichend ausgebildet. Gesundheitseinrichtungen sind aufgrund nicht vorhandener oder nur mangelhaft vorhandener Infrastruktur häufig für Patienten nur schwer erreichbar. Zu den schwachen Gesundheitssystemen kommen zahlreiche weitere Herausforderungen: Viele Menschen erkranken und sterben weiterhin an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten, wie Malaria oder Tuberkulose. Herz-, Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen, Nicht-übertragbaren Krankheiten, sowie chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus sind die häufigste Todesursache in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Sie stellen die dortigen Gesundheitssysteme – neben einem eklatanten Fachkräftemangel im Gesundheitssektor – vor noch ungelöste Probleme.

Unser Ansatz

Partnerschaftliches Lernen ist die Grundlage für Innovation und Entwicklung. Starke Partnerschaften sind in der Lage, die beteiligten Institutionen mit ihren Akteuren in ihrer Arbeitsweise nachhaltig so zu verändern, dass die Qualität der Gesundheitsversorgung in dem jeweiligen Land verbessert sowie die Gesundheitspolitik beeinflusst wird.

Als Mitglieder der ESTHER-Allianz teilen wir die Ansicht, dass Klinikpartnerschaften nachhaltige Wirkungen auf verschiedenen Ebenen des Gesundheitssystems erzielen können. Lernen Sie hier mehr über den Ansatz der ESTER-Allianz.

Ihr Engagement

Vielfach pflegen Gesundheitsorganisationen in Deutschland bereits kollegiale Kontakte und Arbeitsbeziehungen mit Gesundheitseinrichtungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie entstehen aus dem persönlichem Engagement Einzelner für eine bessere Versorgung von Patientinnen und Patienten vor Ort, aber auch aus der Erfahrung, dass der Austausch für beide Seiten eine Bereicherung darstellt. Partnerschaften bestehen sowohl zwischen Vereinen und kleineren Krankenhäusern, als auch zwischen großen Universitätskliniken und haben für die Menschen vor Ort einen großen Mehrwert. Wenn sich Partner aus dem Gesundheitssektor weltweit vernetzen und gemeinsame Ziele verfolgen, entsteht ein neuer Erfahrungshorizont.

Das kollegiale Miteinander über Ländergrenzen hinweg wird für alle Beteiligten zu einem Gewinn an neuem Wissen und Erfahrungen. Fachkräfte in deutschen Organisationen des Gesundheitswesens profitieren davon, andere Gesundheitskontexte und Versorgungsstrukturen kennenzulernen. Sie qualifizieren sich weiter, indem sie medizinische Herausforderungen vor Ort erforschen, neue Konzepte entwickeln und bewährte Ansätze an einen neuen Kontext anpassen. Gesundheitsorganisationen in Partnerländern können im Austausch mit deutschen Partnern moderne klinische Praxis kennenlernen, ihre Expertise ausbauen und neue Ideen entwickeln. Die Auseinandersetzung mit anderen Abläufen und Strukturen ist für beide Seiten motivierend. Sie schafft Raum für Innovation.

Gemeinsam wirken

Dieses Engagement möchte die Initiative anerkennen und fördern. Sie baut auf dem Grundgedanken auf, dass Entwicklung auf Zusammenarbeit und wechselseitigem Lernen beruht. Durch Partnerschaften auf Augenhöhe entstehen neue Ideen, die für eine bedarfsgerechte Versorgung der Menschen vor Ort benötigt werden. Eine innovative und verbesserte Praxis, die im Rahmen von den Klinikpartnerschaften entwickelt und erprobt wird, kommt beteiligten Institutionen und der verbesserten Dienstleistung für Patienten zugute. Sie fließt darüber hinaus in nationale, technische und politische Diskussionen und Entscheidungen mit ein.

Durch die Identifizierung von mittel- und langfristigen Wirkungen sowie einem kontinuierlichen Monitoring der Tätigkeiten und anschließenden Evaluierungen, gestalten Menschen eine Veränderung an der Basis. Diese zeigt sich anschließend auf unterschiedlichen Ebenen. Auf diese Weise tragen Klinikpartnerschaften zur Bewältigung systemischer Herausforderungen bei und ebnen den Weg für starke Gesundheitssysteme als tragende Säule der Gesundheitsversorgung für alle (Universal Health Coverage). Unsere Klinikpartnerschaften tragen dadurch zum Nachhaltigkeitsziel 3 (Gesundes Leben und Wohlergehen für alle Menschen und in jedem Alter) und zum Nachhaltigkeitsziel 17 (den Aufbau von Multi-Akteurs-Partnerschaften für eine nachhaltige Entwicklung und Umsetzung der Agenda 2030) bei.

Tuberkulose-Spezialist am Nationalen Referenzzentrum in Chisinau/Republik Moldau. Copyright: ©GIZ/Steph Ketelhut
Zellstrukturen nach einem Training aus.. Copyright: ©GIZ/Nyobi Kahura
Zufrieden nach erfolgreicher OP: Rosemary Isaa (li.) mit ihrer Mutter Rusiya Mlenga. Copyright: ©GIZ/Nyobi Kahura
Auf der Intensivstation wird ein Säugling überwacht. Copyright: ©GIZ/Steph Ketelhut

Über Uns

Die Initiative „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“ wurde im September 2016 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) ins Leben gerufen.

Bundesminister Gerd Müller (links) und Carolin Kröner (rechts) bei der Auftaktveranstaltung der Klinikpartnerschaften in Berlin. Copyright: ©Photothek.de/Michael Gottschalk

Neben der finanziellen Förderung bringen beide Partner jahrelange Erfahrung in der Förderung von Klinikpartnerschaften ein. Die Bundesregierung ist weltweit drittgrößter staatlicher Geber im Gesundheitsbereich. Sie setzt sich intensiv dafür ein, die Stärkung der Gesundheitssysteme als zentrales Element zur Prävention von Gesundheitskrisen, Reduzierung der Mütter- und Kindersterblichkeit und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten wie HIV/AIDS und Tuberkulose weltweit voranzutreiben. Die Stärkung medizinischer Fachkräfte spielt dabei eine maßgebliche Rolle.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung blickt auf eine lange Tradition gesellschaftlichen Engagements im medizinisch-humanitären Bereich. Mit ihrer Expertise unterstützt und fördert sie seit 1983 Projekte zu Forschung und Entwicklung im medizinischen Bereich. Ziel der Stiftung im medizinisch-humanitären Bereich ist es, die Gesundheitsversorgung von Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern. Neben direkter medizinischer Hilfe für Patienten und Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur vor Ort unterstützt die Stiftung medizinische Aus- und Weiterbildungsprojekte in Entwicklungsländern. Medizinische Kapazitätsentwiklung wird auf allen Ebenen des Gesundheitssystems gefördert – vom Gesundheitshelfer in entlegenen Gebieten bis hin zum Universitätsprofessor. Auf diese Weise leistet die Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe und damit einen möglichst nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Situation vor Ort

Fachlich unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Initiative ist Mitglied in der internationalen ESTHER-Allianz, die weltweit institutionelle Gesundheitspartnerschaften fördert. Als Mitglied der Allianz für globale Gesundheitspartnerschaften engagieren wir uns international für die Stärkung und Verbreitung von Klinikpartnerschaften. Weitere erfahrene Partner, wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützen beim Auswahlprozess und tragen damit zur Qualitätssicherung bei.

Das Sekretariat der Initiative ist bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH angesiedelt. Die GIZ ist verantwortlich für die Ausschreibung der Förderrunden, die Abwicklung der Förderung und die fachlich-inhaltliche Beratung. Sie begleitet die Partner in fachlicher und administrativer Hinsicht bei der Umsetzung ihrer Projekte. Darüber hinaus ist sie für die Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit der Initiative zuständig. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sekretariats stehen den Antragstellenden und allen interessierten Personen als Ansprechpersonen zur Verfügung

Gemeinsam für starke Gesundheitssysteme
 
Mitglied bei:
In Kooperation mit:
Durchgeführt von:

Unsere Förderprogramme

Wir unterstützten mit unseren Förderprogrammen neue und etablierte Partnerschaften hinsichtlich der Vernetzung, des fachlichen Austauschs, der Kapazitätsentwicklung und der Qualitätssicherung.

113
Projekte
182
Partner
37
Länder
Initiative

Klinikpartnerschaften

Partner stärken Gesundheit
Förderprogramm

Gesundheits­partnerschaften Global

fördert weltweit Projekte zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten

Zum Förderprogramm
Förderprogramm

Hochschul- und Klinik­partnerschaften in Afrika

fördert Projekte in Subsahara-Afrika zu einem regelmäßig wechselndem Themenschwerpunkt

Zum Förderprogramm
Anderes Förderprogramm

DAAD Pagel Programm

Partnerschaften für den Gesundheitssektor in Entwicklungsländern

Zur Webseite
Anderes Förderprogramm

Engagement Global

Service für Entwicklungsinitiativen

Zur Webseite
Anderes Förderprogramm

bengo

Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit

Zur Webseite