Eine Bewerbung zur nächsten Förderphase ist voraussichtlich wieder ab 2019 möglich. Die nächste Runde ist zum Thema E-Health geplant.

Unsere letzte Ausschreibungsrunde zum Thema Patientensicherheit fand im Jahr 2017 statt.

Bewerbungsvoraussetzungen

Unter Berücksichtigung von nationalen Strategien und den Bedarfen der afrikanischen Partnerinstitutionen entscheiden die Partnerschaften selbst über die Durchführung von spezifischen Maßnahmen. Im Fokus einer Partnerschaft steht die Kompetenzentwicklung von Personal. Praktische Lösungen, die direkt zur Verbesserung von Qualitätsstandards beitragen sind priorisiert. Art, Umfang und Ausmaß der Interventionen berücksichtigen den aktuellen Fachdiskurs, internationale Standards sowie die Ziele und Prinzipien unserer Initiative.

Bewerbungsvoraussetzungen für deutsche Antragsteller

Deutsche Gesundheitsinstitutionen zusammen mit ihren afrikanischen Partnern formulieren Vorschläge zur Projektdurchführung. Die federführende deutsche Partnerinstitution mit Hauptsitz in Deutschland hat eine eigene Rechtspersönlichkeit und einen gemeinnützigen Status. Eine wesentliche Voraussetzung für die Förderung einer Partnerschaft ist das gemeinsame Verständnis einer Partnerschaft „of equals“. Dieses beinhaltet die Übernahme einer geteilten Verantwortung der Partner hinsichtlich Gestaltung, Planung, Durchführung und Monitoring der vorgeschlagenen Interventionen. Das jeweilige Management der beteiligten deutschen Partnerinstitution unterstützt die Partnerschaft aktiv und hat den Partnerschaftsantrag unterzeichnet. Die Durchführung der Partnerschaft durch qualifiziertes Personal auf deutscher Seite während der gesamten Projektlaufzeit ist gewährleistet und kann nicht an Junior-Personal delegiert werden. Jedoch schließt dies nicht pauschal die Teilnahme von Junior-Personal und Doktoranten aus der deutschen und afrikanischen Institutionen aus. Die Zustimmung der Partner, an Koordinierungs- und Netzwerkaktivitäten sowie am Wissensmanagement mitzuwirken, ist vorausgesetzt.

Mögliche deutsche Partner

  • Hochschul- und Universitätkrankenhäuser
  • Krankenhäuser
  • Forschungsinstitute
  • Gesundheitsämter

Bewerbungsvoraussetzungen für afrikanische Antragsteller

Die meisten unserer Partnerschaften laufen schon seit mehreren Jahren und finden in Partnerländern statt, die Schwerpunktländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind und in denen BMZ-geförderte Gesundheitsmaßnahmen unterstützt werden. Daher bauen unsere Partnerschaften auf existierenden regionalen und nationalen Gesundheitsprogrammen und -strategien der Partnerländer auf, ergänzen sie und koordinieren mit ihnen. Unsere Partnerschaften sind in Zusammenarbeit mit Gesundheitsprogrammen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit geplant und durchgeführt. Partnerschaften mit mehr als einem Partnerkrankenhaus in einem afrikanischen Land, die dadurch den Versorgungsbereich vergrößern, werden priorisiert. Auch Kooperationen zwischen deutschen Institutionen und zwei (oder mehreren) Gesundheitsinstitutionen in verschiedenen afrikanischen Ländern sind favorisiert; diese Süd-Süd-Partnerschaften unterstützen das gegenseitige Lernen und Netzwerken.

Mögliche afrikanische Partner

  • Hochschul- und Universitätkrankenhäuser
  • Krankenhäuser
  • Forschungsinstitute
  • Gesundheitsämter

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Förderkriterien

Als Mitglied der ESTHER-Allianz richten wir unsere Partnerschaftprojekte an den ESTHER-Qualitätskriterien aus.

Einhaltung der nationalen Politiken und Strategien
  • Die Partnerschaft folgt dem bedarfsgesteuerten Prozess der Länderpartner.
  • Die ESTHER-Strategie in den Partnerländern wird von den nationalen Gesundheitsbehörden vor Aufnahme der Tätigkeit validiert.
Gemeinsame und gleichberechtigte Verantwortung
  • Die Partnerinstitutionen sind gleichermaßen für die Projektdurchführung verantwortlich.
  • Die Partnerinstitutionen sind gleichermaßen dafür verantwortlich, einen gemeinsamen und objektiven Ansatz für jede Projektevaluation durchzuführen.
  • Die Partnerinstitutionen im Norden und Süden sind zusammen mit anderen beteiligten Akteuren für die Ergebnisse der Partnerschaften verantwortlich.
Kompetenz
  • Die Partnerinstitutionen sind in der Lage, Einzelpersonen zu entsenden und zu empfangen, sei es zur Durchführung von Schulungen oder zur Ausrichtung von Praktika.
  • Die Partnerinstitutionen engagieren sich für einen nachhaltigen Austausch und haben die Fähigkeit, ein gemeinsam beschlossenes Arbeitsprogramm zu verfolgen.
  • Partnerinstitutionen verpflichten sich zu nachhaltigen Interventionen.
  • Die Partnerinstitutionen sind in der Lage, die Mittel zu verbuchen und zu verwalten.
  • Die Partnerinstitutionen sind in der Lage, regelmäßig zu kommunizieren und die Kommunikationsmittel, idealerweise von Angesicht zu Angesicht, als festen Bestandteil der Partnerschaft zu fördern.
Formelle Vereinbarungen zwischen Partnerinstitutionen
  • Institutionelles Engagement ist der Schlüssel zum Erfolg.
  • Die Leitungsebene der Partnerinstitutionen stimmt einer formalen Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen ihren Institutionen zu. Diese Vereinbarung verpflichtet die unterzeichnenden Partner zur Realisierung des Projekts.
  • Die Partnerschaft ist in den Management- und Implementierungsteams jeder Partnerinstitution gleichermaßen verankert und basiert nicht nur auf Einzelpersonen.
  • Die Partnerinstitutionen leisten einen konkreten Beitrag und unterstützen die Initiative, insbesondere durch die Bereitstellung der für die Durchführung der Projekte erforderlichen Personalressourcen.
Gerechtigkeit und Respekt
  • Die Partnerschaft ist aufgebaut und basiert auf Vertrauen zwischen den Partnern.
  • Es gibt keine hierarchische Beziehung zwischen den Institutionen des Nordens und des Südens.
  • Die Individuen der Nord- und Südpartner respektieren ihr Gegenüber voll und ganz und arbeiten gleichberechtigt mit ihnen zusammen. Der Austausch auf der Grundlage ethischer Einstellungen und Verhaltensweisen ist der Schlüssel für die Qualität und Nachhaltigkeit der Partnerschaft.
Gegenseitigkeit
  • Die Partnerinstitutionen müssen gleichermaßen in den gesamten Prozess der Projektplanung, -durchführung und -überprüfung einbezogen werden.
  • Die Partnerinstitutionen tragen gleichermaßen zur Identifikation, Dokumentation und Prioritätsbestimmung der Bedürfnisse bei. Auf dieser Grundlage werden das Projektdesign und die Planung gemeinsam realisiert.
  • Nord- und Süd-Partner realisieren ihre Ziele auf der Basis von Kompetenzbildung und Erfahrungsaustausch.
Transparenz
  • Alle partnerschaftlichen Aktivitäten und Ergebnisse müssen öffentlich und / oder jedem interessierten Stakeholder oder Geber zugänglich gemacht werden.
  • Jährliche Berichte und Finanzberichte werden erstellt und können in den institutionellen Bericht aufgenommen werden.
  • Informationen über Partnerschaftsaktivitäten sollten zwischen den Partnern frei ausgetauscht werden.
  • Es wird eine regelmäßige Evaluierung durchgeführt, um die Auswirkungen der Partnerschaft zu bewerten und die Einhaltung dieser Charta-Grundsätze durch die beteiligten Akteure zu begleiten.
Ethik
  • Die ethischen Grundsätze werden von allen an der Partnerschaft beteiligten Akteuren strikt eingehalten.
  • Jede Diagnose und Betreuung im Rahmen der Partnerschaft entspricht den ethischen Regeln.
  • Alle Forschungen sollten vorab von einer Ethikkommission genehmigt werden.

Um einen Fördervertrag zu erhalten, muss die antragstellende Organisation darüber hinaus kaufmännische Voraussetzungen erfüllen, z.B. nachgewiesene buchhalterische Sorgfalt und Projektumsetzungserfahrung.

Finanzielle Unterstützung

Wir unterstützen öffentlich-rechtliche Gesundheitseinrichtungen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und Ihre Partner in Afrika südlich der Sahara mit einer Fördersumme von bis zu 220.000 Euro. Die nächste Förderrunde ist für 2019 zum Thema E-Health geplant.

Gefördert werden

© Giz Dirk Ostermeier – Personalkosten

Personalkosten

z.B. Honorare für Übersetzer oder Trainer

© Giz Dirk Ostermeier Reisekosten

Reisekosten

z.B. Flugkosten, Unterbringung, Verpflegung, Visa, Versicherung, Tagungsgebühren

© Giz Dirk Ostermeier Trainingskosten

Trainingskosten

z.B. Raummiete, Trainingsmaterialien, Übersetzungen, Verpflegung

© Giz Dirk Ostermeier Sachmittel

Sachmittel

z. B. Gerätekosten, Verbrauchsmaterialen, Renovierungskosten

© Giz Markus Kirchgessner Verwaltungskosten 1

Verwaltungskosten

z.B. Kommunikationsmittel, Telefonkosten

© Giz Benno Kreuls – Operative Forschung 4

Operative Forschung

z. B. Gerätekosten, Verbrauchsmaterialen

FAQS

Wie kann ich mich um eine Förderung bewerben?

Die Bewerbungsbedingungen und thematischen Schwerpunkte der nächsten Förderrunde werden zu gegebener Zeit auf unserer Förderprogrammseite bekanntgegeben.

Kann ein Forschungsprojekt finanziert werden?

Ja, bis zu 30% der Fördersumme können für operative Forschung beantragt werden. Eine genaue Übersicht, welche Kosten von unseren Förderprogrammen übernommen werden können, finden sie hier.

In welcher Höhe und wie lange werden Projekte gefördert?

Hochschul- und Klinikpartnerschaften Afrika fördert Ihre Partnerschaft für einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren (vorbehaltlich der Mittelverfügbarkeit). Eine Folgeförderung ist möglich. Derzeit werden Partnerschaften zur Patientensicherheit in Höhe von bis zu 150.000 Euro gefördert. Bei länderübergreifenden Partnerschaften (Nord-Süd-Süd) können Projekte bis zu 220.000 Euro gefördert werden.

Gibt es eine Möglichkeit, sich mit anderen Projektteilnehmern auszutauschen und zu vernetzen?

Es finden regelmäßig Austausch- und Netzwerktreffen mit den Projektteilnehmenden statt. In unserem Veranstaltungskalender sehen Sie, wann das nächste Treffen geplant ist. Als Mitglied der globalen ESTHER Allianz unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung mit Partnerinstitutionen über die Initiative hinaus. Hier finden Sie eine Übersicht der Partnerschaftsprojekte der ESTHER Mitglieder. Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen dazu.

Hat die GIZ ein Vertragsmuster für die Zusammenarbeit zwischen den Partnern einer Partnerschaft?

Nein, bitte wenden Sie sich an die Verwaltung Ihres eigenen Hauses. Die Partner haben die Durchführungsverantwortung und entscheiden selbst, ob sie die Partnerschaft mit einem Memorandum of Understanding oder einem Vertrag schriftlich vereinbaren wollen. Partnerschaften und deren Zuschussverträge sind immer individuell. Mögliche Themen für einen Vertrag sind: Inhalt der Partnerschaft, Aufgabenteilung, Besuche und Austausch von Personal, Mittelweiterleitung, finanzielle Vertragsabwicklung zwischen den Partnern, Datenaustausch etc.

Darf die deutsche Partnerorganisation (Zuschussempfänger) Mittel an ihre Partner in den Partnerländern weiterleiten?

Ja, bei einem Zuschussvertrag der GIZ auf Grundlage der Allgemeinen Nebenbestimmungen zu Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) ist dies im Vertrag vereinbart.

Muss ein Vorschuss seitens des Zuschussempfängers geleistet werden?

Nein, jedoch müssten Zuschussempfänger bei verspäteter Vorauszahlungsanforderung ggf. in Vorleistung gehen.

Wird die Fördersumme zu Beginn des Projektes ausgezahlt?

Nein, ein erster Anteil wird nach der ersten Vorauszahlungsanforderung ausgezahlt. Später im Zwei-Monatsrhytmus nach vereinbarten Zwischen-Verwendungsnachweisen und weiteren Vorauszahlungsanforderungen, wie sie im Vertrag vereinbart werden.

Wann darf mit der Planung und Ausführung des Projekts begonnen werden?

Nach den beidseitigen Vertragsunterschriften dürfen Projektaktivitäten beginnen.

Noch Fragen?
Wir helfen gerne weiter.