Die weiteren Abläufe im Förderprogramm

Präqualifikation bis 17.6.2019

Bis 17.06.2019 wird eine Auswertung der Projektskizze vorgenommen und geeignete Institutionen werden informiert.

Treffen in Berlin 28.06.2019

Geeignete Institutionen werden zu einem “Hochschul- und Klinikpartnerschaften- Treffen” eingeladen. Das Treffen wird am 28.06.2019 in Berlin stattfinden.

Einreichung der Zuschussanträge bis 31.7.2019

Bis 31.07.2019 sollen Zuschussanträge der geeigneten Institutionen eingereicht werden. Für die Beratung der Partnerschaften bei der Erstellung der Projektvorschläge stellt das Förderprogramm ein IT-Gremium mit Expertise im Bereich eHealth und Public Health zur Verfügung.

Erstellung von Zuschussverträgen

Die GIZ und externe Experten werden die Zuschussanträge bis spätestens zum 23.08.2019 auswerten. Wenn ein Zuschussantrag durch das BMZ, das Auswärtige Amt und die GIZ genehmigt ist, wird die GIZ einen Zuschussvertrag in deutscher Sprache mit der federführenden deutschen Partnerinstitution erstellen.

Beginn der Partnerschaftsprojekte ab Januar 2020

Digitaler Ansatz

Seit 2018 richtet sich die GIZ nach dem digital-by-default Ansatz, d. h. digitale Prozesse sollen Projekte unterstützen und systematisch bereits in der Projektkonzeption mitgedacht werden. Digitale Technologien können nicht ersetzen, was nicht vorhanden ist – sie können aber Transformationsprozesse beschleunigen. Dieser innovative Ansatz ist Grundlage für die neue Förderrunde und soll in den Hochschul- und Klinikpartnerschaften in ausgewählten Ländern Afrikas angewendet und dokumentiert werden.

Einbindung der Wirtschaft

Ein weiteres Ziel ist die Beteiligung der IT- und Gesundheitswirtschaft. Hochschul- und Klinikpartnerschaften können für deutsche und afrikanische privatwirtschaftliche Unternehmen einen idealen Multiakteurs-Kooperationsmechanismus bieten. Partnerschaftsprojekte sind daher eingeladen, sich während der Projektdurchführung Unterstützungsleistungen von IT- und Gesundheitsfirmen einzuholen, z. B. für die Entwicklung und Implementierung von Technologien und Innovationen zu Diagnostik und Therapiefragen, für die Weiterbildung von Gesundheitspersonal oder sogar für die Tätigung von Investitionen. Die Einbindung der Privatwirtschaft ist nicht zwingend erforderlich; die GIZ wird die Partnerschaften aber während der Formulierung der Projektvorschläge und bei der Durchführung der Projekte in diesem Zusammenhang auf Wunsch beratend begleiten.

Bewerbungsvoraussetzungen

Bewerbungsvoraussetzungen für deutsche Antragsteller

Die Federführung bei einer Hochschul- und Klinikpartnerschaft wird von einer deutschen öffentlich-rechtlichen bzw. gemeinnützigen Institution übernommen – diese reicht den gemeinsamen Projektvorschlag der beteiligten Partnerinstitutionen ein. Bei Zusage für einen Zuschuss wird sie Vertragspartner der GIZ. Grundlage für einen Zuschuss sind die „Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung „ANBest-P" von 2018 (Anlage 2 zur VV Nr. 5.1 zu § 44 BHO).

Mögliche deutsche Partner

  • Hochschul- und Universitätkrankenhäuser
  • Krankenhäuser
  • Forschungsinstitute
  • Gesundheitsämter

Bewerbungsvoraussetzungen für afrikanische Antragsteller

Die meisten unserer Partnerschaften laufen schon seit mehreren Jahren und finden vorwiegend in Partnerländern statt, die Schwerpunktländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sind und in denen BMZ-geförderte Gesundheitsmaßnahmen unterstützt werden. Daher bauen unsere Partnerschaften bestenfalls auf existierenden regionalen und nationalen Gesundheitsprogrammen und -strategien der Partnerländer auf, ergänzen sie und koordinieren mit ihnen. Partnerschaften mit mehr als einem Partnerkrankenhaus in einem afrikanischen Land, die dadurch den Versorgungsbereich vergrößern, werden priorisiert. Auch Kooperationen zwischen deutschen Institutionen und zwei (oder mehreren) Gesundheitsinstitutionen in verschiedenen afrikanischen Ländern sind favorisiert; diese Süd-Süd-Partnerschaften unterstützen das gegenseitige Lernen und Netzwerken.

Mögliche afrikanische Partner

  • Hochschul- und Universitätkrankenhäuser
  • Regionale und tertiäre Krankenhäuser

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Förderkriterien

Als Mitglied der ESTHER-Allianz richten wir unsere Partnerschaftprojekte an den ESTHER-Qualitätskriterien aus.

Einhaltung der nationalen Politiken und Strategien
  • Die Partnerschaft folgt dem bedarfsgesteuerten Prozess der Länderpartner.
  • Die ESTHER-Strategie in den Partnerländern wird von den nationalen Gesundheitsbehörden vor Aufnahme der Tätigkeit validiert.
Gemeinsame und gleichberechtigte Verantwortung
  • Die Partnerinstitutionen sind gleichermaßen für die Projektdurchführung verantwortlich.
  • Die Partnerinstitutionen sind gleichermaßen dafür verantwortlich, einen gemeinsamen und objektiven Ansatz für jede Projektevaluation durchzuführen.
  • Die Partnerinstitutionen im Norden und Süden sind zusammen mit anderen beteiligten Akteuren für die Ergebnisse der Partnerschaften verantwortlich.
Kompetenz
  • Die Partnerinstitutionen sind in der Lage, Einzelpersonen zu entsenden und zu empfangen, sei es zur Durchführung von Schulungen oder zur Ausrichtung von Praktika.
  • Die Partnerinstitutionen engagieren sich für einen nachhaltigen Austausch und haben die Fähigkeit, ein gemeinsam beschlossenes Arbeitsprogramm zu verfolgen.
  • Partnerinstitutionen verpflichten sich zu nachhaltigen Interventionen.
  • Die Partnerinstitutionen sind in der Lage, die Mittel zu verbuchen und zu verwalten.
  • Die Partnerinstitutionen sind in der Lage, regelmäßig zu kommunizieren und die Kommunikationsmittel, idealerweise von Angesicht zu Angesicht, als festen Bestandteil der Partnerschaft zu fördern.
Formelle Vereinbarungen zwischen Partnerinstitutionen
  • Institutionelles Engagement ist der Schlüssel zum Erfolg.
  • Die Leitungsebene der Partnerinstitutionen stimmt einer formalen Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen ihren Institutionen zu. Diese Vereinbarung verpflichtet die unterzeichnenden Partner zur Realisierung des Projekts.
  • Die Partnerschaft ist in den Management- und Implementierungsteams jeder Partnerinstitution gleichermaßen verankert und basiert nicht nur auf Einzelpersonen.
  • Die Partnerinstitutionen leisten einen konkreten Beitrag und unterstützen die Initiative, insbesondere durch die Bereitstellung der für die Durchführung der Projekte erforderlichen Personalressourcen.
Gerechtigkeit und Respekt
  • Die Partnerschaft ist aufgebaut und basiert auf Vertrauen zwischen den Partnern.
  • Es gibt keine hierarchische Beziehung zwischen den Institutionen des Nordens und des Südens.
  • Die Individuen der Nord- und Südpartner respektieren ihr Gegenüber voll und ganz und arbeiten gleichberechtigt mit ihnen zusammen. Der Austausch auf der Grundlage ethischer Einstellungen und Verhaltensweisen ist der Schlüssel für die Qualität und Nachhaltigkeit der Partnerschaft.
Gegenseitigkeit
  • Die Partnerinstitutionen müssen gleichermaßen in den gesamten Prozess der Projektplanung, -durchführung und -überprüfung einbezogen werden.
  • Die Partnerinstitutionen tragen gleichermaßen zur Identifikation, Dokumentation und Prioritätsbestimmung der Bedürfnisse bei. Auf dieser Grundlage werden das Projektdesign und die Planung gemeinsam realisiert.
  • Nord- und Süd-Partner realisieren ihre Ziele auf der Basis von Kompetenzbildung und Erfahrungsaustausch.
Transparenz
  • Alle partnerschaftlichen Aktivitäten und Ergebnisse müssen öffentlich und / oder jedem interessierten Stakeholder oder Geber zugänglich gemacht werden.
  • Jährliche Berichte und Finanzberichte werden erstellt und können in den institutionellen Bericht aufgenommen werden.
  • Informationen über Partnerschaftsaktivitäten sollten zwischen den Partnern frei ausgetauscht werden.
  • Es wird eine regelmäßige Evaluierung durchgeführt, um die Auswirkungen der Partnerschaft zu bewerten und die Einhaltung dieser Charta-Grundsätze durch die beteiligten Akteure zu begleiten.
Ethik
  • Die ethischen Grundsätze werden von allen an der Partnerschaft beteiligten Akteuren strikt eingehalten.
  • Jede Diagnose und Betreuung im Rahmen der Partnerschaft entspricht den ethischen Regeln.
  • Alle Forschungen sollten vorab von einer Ethikkommission genehmigt werden.

Um einen Fördervertrag zu erhalten, muss die antragstellende Organisation darüber hinaus kaufmännische Voraussetzungen erfüllen, z.B. nachgewiesene buchhalterische Sorgfalt und Projektumsetzungserfahrung.

Finanzielle Unterstützung

Wir unterstützen öffentlich-rechtliche Gesundheitseinrichtungen und Forschungseinrichtungen in Deutschland und Ihre Partner in Afrika südlich der Sahara mit einer Fördersumme von bis zu 300.000 Euro für Projekte zum Thema eHealth.

Gefördert werden

Personalkosten

z. B. Personal des Zuschussempfängers oder - bei Mittelweiterleitung - seiner Partnerinstitution

Reise- und Transportkosten

z. B. Flugkosten, Übernachtung, Verpflegungsgeld, Visum, Versicherung

Externe Experten/Consultants

z. B. Honorar für Übersetzer, Trainer, IT-Dienstleister

Beschaffung von Sachgütern

z. B. Gerätekosten und Software

Veranstaltungskosten

z. B. Raummiete, Catering

Sonstige Kosten/ Verbrauchsmaterialien

z. B. Trainingsmaterialien, Tagungsgebühren, Wartung und Hosting von Software

Operative Forschung

ist in geringem Maße förderungsfähig. Partnerschaften, die ausschließlich auf operative Forschung ausgerichtet sind, können nicht bezuschusst werden.

FAQS

Wie kann ich mich um eine Förderung bewerben?

Senden sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 31.5.2019.

Kann ein Forschungsprojekt finanziert werden?

Ja, ein kleiner Teil der Fördersumme kann für operative Forschung beantragt werden.

In welcher Höhe und wie lange werden Projekte gefördert?

Hochschul- und Klinikpartnerschaften Afrika fördert Ihre Partnerschaft für einen Zeitraum von bis zu 22 Monaten mit bis zu 300.000 Euro

Gibt es eine Möglichkeit, sich mit anderen Projektteilnehmern auszutauschen und zu vernetzen?

Es finden regelmäßig Austausch- und Netzwerktreffen mit den Projektteilnehmenden statt. In unserem Veranstaltungskalender sehen Sie, wann das nächste Treffen geplant ist. Als Mitglied der globalen ESTHER Allianz unterstützen wir Sie gerne bei der Vernetzung mit Partnerinstitutionen über die Initiative hinaus. Hier finden Sie eine Übersicht der Partnerschaftsprojekte der ESTHER Mitglieder. Kontaktieren Sie uns gerne bei Fragen dazu.

Hat die GIZ ein Vertragsmuster für die Zusammenarbeit zwischen den Partnern einer Partnerschaft?

Nein, bitte wenden Sie sich an die Verwaltung Ihres eigenen Hauses. Die Partner haben die Durchführungsverantwortung und entscheiden selbst, ob sie die Partnerschaft mit einem Memorandum of Understanding oder einem Vertrag schriftlich vereinbaren wollen. Partnerschaften und deren Zuschussverträge sind immer individuell. Mögliche Themen für einen Vertrag sind: Inhalt der Partnerschaft, Aufgabenteilung, Besuche und Austausch von Personal, Mittelweiterleitung, finanzielle Vertragsabwicklung zwischen den Partnern, Datenaustausch etc.

Darf die deutsche Partnerorganisation (Zuschussempfänger) Mittel an ihre Partner in den Partnerländern weiterleiten?

Eine Mittelweiterleitung ist gemäß Vertrag § 3.5. nicht erlaubt. Der ZE ist nicht berechtigt, Teile der im Rahmen des Zuschussvertrages gewährten Mittel als Zuschuss an Dritte (Endempfänger) weiterzugeben

Muss ein Vorschuss seitens des Zuschussempfängers geleistet werden?

Nein, jedoch müssten Zuschussempfänger bei verspäteter Vorauszahlungsanforderung ggf. in Vorleistung gehen.

Wird die Fördersumme zu Beginn des Projektes ausgezahlt?

Nein, ein erster Anteil wird nach der ersten Vorauszahlungsanforderung ausgezahlt. Später im Zwei-Monatsrhytmus nach vereinbarten Zwischen-Verwendungsnachweisen und weiteren Vorauszahlungsanforderungen, wie sie im Vertrag vereinbart werden.

Wann darf mit der Planung und Ausführung des Projekts begonnen werden?

Nach den beidseitigen Vertragsunterschriften dürfen Projektaktivitäten beginnen.